Der DealMaker Podcast von Chris Steiner und Philipp Kuhn hat die Spitze der österreichischen Apple-Podcast-Charts in der Kategorie Wirtschaft erreicht. Den jüngsten Aufmerksamkeitsschub dürfte vor allem das Gespräch mit „Crazy Cheese“-Gründer Roland Ludomirska ausgelöst haben. Doch der Erfolg des Formats beruht auf mehr als einem prominenten Gast.

Vor etablierten Produktionen internationaler Medienhäuser auf Platz eins zu stehen, ist für einen vergleichsweise jungen Podcast bemerkenswert. Die vorliegenden Chartaufnahmen zeigen den DealMaker Podcast an der Spitze der österreichischen Wirtschaftspodcasts und damit vor Formaten wie „Alles auf Aktien“, „The Diary of a CEO“ und dem OMR Podcast.

Was zunächst wie ein kurzfristiger Ausschlag aufgrund eines aktuellen Themas wirken könnte, weist auf eine größere Entwicklung hin. Chris Steiner und Philipp Kuhn haben ein Format aufgebaut, das Wirtschaft nicht ausschließlich über Börsenkurse, Konjunkturdaten und Managementtheorien erzählt. Im Mittelpunkt stehen Unternehmer, ihre Entscheidungen und jene Wendepunkte, die in klassischen Erfolgsgeschichten häufig ausgeblendet werden. Damit entwickelt sich der DealMaker Podcast zu einem neuen Geheimtipp am österreichischen Podcast-Markt.
Crazy Cheese: Vom schillernden Aufstieg bis zum Konkurs
Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt die Folge mit Roland Ludomirska. Der als „Mr. Crazy Cheese“ bekannt gewordene Unternehmer hatte aus dem Verkauf ungewöhnlich inszenierter Käsespezialitäten eine weithin bekannte Marke aufgebaut. Luxusfahrzeuge, auffällige Auftritte und eine starke Präsenz in sozialen Medien gehörten ebenso zum Geschäftsmodell wie die bewusste Personalisierung der Marke.
Im Juli 2026 wurde bekannt, dass die Crazy-Cheese-Unternehmensgruppe insolvent ist und nicht fortgeführt werden soll. Betroffen sind zentrale Gesellschaften des Unternehmens. Als Gründe wurden unter anderem die Expansion während der Pandemie, spätere Umsatzrückgänge und die gesunkene Kaufkraft genannt.
Im DealMaker Podcast spricht Ludomirska über den Weg vom Käseverkäufer zu einer der bekanntesten Unternehmerfiguren des Landes. Zugleich geht es um jene Entscheidungen, die das Unternehmen später wirtschaftlich unter Druck setzten. Das Gespräch behandelt damit nicht nur den spektakulären Aufstieg, sondern ebenso Kontrollverlust, Rückschläge und die persönlichen Folgen des Konkurses.
Gerade diese Verbindung macht die Episode hörenswert. Das Scheitern wird weder als bloßer Skandal noch als schnell überwindbare Zwischenstation präsentiert. Stattdessen entsteht das Bild einer Unternehmensgeschichte, in der Markenaufbau, Expansion, Selbstdarstellung und wirtschaftliches Risiko eng miteinander verbunden waren.
Chris Steiner und Philipp Kuhn ergänzen sich perfekt
Die Dynamik des Podcasts lebt wesentlich von den unterschiedlichen Perspektiven seiner beiden Hosts.
Chris Steiner nähert sich den Gesprächen aus der Sicht eines langjährigen Unternehmers. Auf seiner eigenen Plattform beschäftigt er sich mit Unternehmertum, Erfolg, Mindset und persönlicher Weiterentwicklung. Bekannt ist er unter anderem durch das Geschäftskonzept „Abnehmen im Liegen“.
Steiner richtet den Blick häufig auf größere Zusammenhänge: Wie entsteht eine Marke? Welche Entscheidungen ermöglichen Wachstum? Wann wird Selbstvertrauen zur Selbstüberschätzung? Und was bleibt von einem Unternehmer, wenn ein Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert?
Philipp Kuhn bringt dagegen eine stark vertriebsorientierte Perspektive ein. Er positioniert sich als Unternehmeriebsorientierte Perspektive ein. Er positioniert sich als Unternehmer, Verkäufer, Mentor und Sales-Coach. Im Zentrum seiner Arbeit stehen Gesprächsführung, Verkaufspsycholnes eigenen Verkaufsstils.
Durch diese Mischung bleiben die Gespräche nicht an der Oberfläche persönlicher Erfolgserzählungen.
Warum der DealMaker Podcast aus der Masse heraussticht
Der Markt für Business-Podcasts ist inzwischen dicht besetzt. Viele Formate wiederholen ähnliche Botschaften über Disziplin, Motivation und finanziellen Erfolg. Der DealMaker Podcast überzeugt vor allem dort, wo konkrete Erfahrungen an die Stelle abstrakter Ratschläge treten.

Die Themen reichen von Vertrieb und künstlicher Intelligenz bis zu Unternehmensaufbau, Rückschlägen und persönlichem Druck. Neben Interviews mit Gästen sprechen Steiner und Kuhn auch über eigene Fehler, gescheiterte Deals und schwierige Phasen.
Für wen lohnt sich das Zuhören?
Besonders geeignet ist der DealMaker Podcast für Selbstständige, Gründer und Führungskräfte, die reale Einblicke in unternehmerische Entscheidungen suchen. Auch Vertriebsmitarbeiter, Berater und Coaches erhalten Impulse zu Kommunikation, Positionierung und Verkaufspsychologie.
Wer eine nüchterne Bilanzanalyse oder investigative Aufarbeitung erwartet, findet dafür andere Formate. Die Stärke des Podcasts liegt im persönlichen Unternehmergespräch. Er zeigt, wie Menschen Chancen wahrnehmen, Risiken unterschätzen, unter Druck reagieren und nach Rückschlägen weitermachen.
Der erste Platz in den österreichischen Wirtschaftscharts dürfte daher mehr sein als eine Momentaufnahme. Gelingt es Chris Steiner und Philipp Kuhn weiterhin, aktuelle Gäste mit offenen und substanziellen Gesprächen zu verbinden, könnte aus dem derzeitigen Geheimtipp rsch eine feste Größe der deutschsprachigen Podcastlandschaft werden.
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