Der Cashflow zeigt, wie viel Geld einem Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums tatsächlich zu- oder abgeflossen ist. Anders als der buchhalterische Gewinn berücksichtigt er nicht nur Erträge und Aufwendungen, sondern konzentriert sich auf reale Einzahlungen und Auszahlungen. Deshalb kann ein Unternehmen Gewinn ausweisen und gleichzeitig unter akutem Geldmangel leiden.
Für Unternehmer, Banken und Investoren ist vor allem der operative Cashflow entscheidend. Er zeigt, ob das laufende Geschäft genügend Zahlungsmittel erwirtschaftet, um Rechnungen, Investitionen, Kredite und Ausschüttungen aus eigener Kraft zu finanzieren. Laut der österreichischen Finanzierungsumfrage von WKO und aws wurden betriebliche Investitionen 2024 trotz eines Rückgangs weiterhin überwiegend aus dem eigenen Cashflow finanziert.
| Kennzahl | Bedeutung |
|---|---|
| Operativer Cashflow | Zahlungsmittelüberschuss oder -fehlbetrag aus dem laufenden Geschäft. |
| Investitions-Cashflow | Ein- und Auszahlungen aus dem Kauf und Verkauf langfristiger Vermögenswerte. |
| Finanzierungs-Cashflow | Zahlungsströme aus Krediten, Eigenkapital, Tilgungen und Ausschüttungen. |
| Free Cashflow | Operativer Cashflow abzüglich der für Investitionen verwendeten Zahlungsmittel. |
| Gesamt-Cashflow | Veränderung des Zahlungsmittelbestands aus den drei Tätigkeitsbereichen. |
Was der Cashflow wirklich misst
Cashflow bedeutet wörtlich „Geldfluss“. In Jahresabschlüssen wird dafür auch der Begriff Kapitalflussrechnung oder Geldflussrechnung verwendet. Erfasst wird die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente innerhalb einer Berichtsperiode.
Zu den Zahlungsmitteläquivalenten zählen nach IAS 7 kurzfristige und hochliquide Anlagen, die rasch in einen bekannten Geldbetrag umgewandelt werden können und nur einem unwesentlichen Wertänderungsrisiko unterliegen. In der Regel besitzen sie beim Erwerb eine ursprüngliche Laufzeit von höchstens drei Monaten.
Vereinfacht gilt:
Veränderung der liquiden Mittel = operativer Cashflow + Investitions-Cashflow + Finanzierungs-Cashflow
Bei international tätigen Unternehmen können zusätzlich Wechselkurs- und Umrechnungseffekte auftreten.
Operativer, investiver und finanzierender Cashflow
Eine vollständige Kapitalflussrechnung unterteilt die Zahlungsströme in drei Bereiche.
| Bereich | Typische Einzahlungen | Typische Auszahlungen |
|---|---|---|
| Operative Tätigkeit | Kundenzahlungen, Gebühren und sonstige betriebliche Einnahmen | Lieferanten, Personal, Miete, betriebliche Steuern und laufende Kosten |
| Investitionstätigkeit | Verkauf von Maschinen, Immobilien, Beteiligungen oder Wertpapieren | Kauf von Anlagen, Software, Immobilien oder Unternehmen |
| Finanzierungstätigkeit | Neue Kredite, Kapitalerhöhungen oder Einzahlungen von Eigentümern | Kredittilgungen, Kapitalrückzahlungen, Dividenden und Ausschüttungen |
Die drei Teilbereiche dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Ein negativer Investitions-Cashflow ist beispielsweise nicht automatisch problematisch. Er kann zeigen, dass ein Unternehmen in neue Maschinen, Digitalisierung oder Wachstum investiert.
Ein positiver Gesamt-Cashflow ist ebenfalls nicht zwangsläufig ein gutes Zeichen. Nimmt ein Unternehmen hohe neue Kredite auf, kann der Finanzierungs-Cashflow positiv sein, obwohl das eigentliche Geschäft laufend Geld verbraucht.
Cashflow, Gewinn und Liquidität unterscheiden
Der Cashflow wird häufig mit Gewinn oder Liquidität verwechselt. Die drei Größen beantworten jedoch unterschiedliche Fragen.
| Begriff | Zentrale Frage | Besonderheit |
|---|---|---|
| Gewinn | Waren die Erträge höher als die Aufwendungen? | Enthält auch nicht zahlungswirksame Positionen wie Abschreibungen. |
| Cashflow | Wie haben sich die Zahlungsmittel während der Periode verändert? | Berücksichtigt tatsächliche Geldbewegungen und Veränderungen des Working Capital. |
| Liquidität | Kann das Unternehmen seine aktuell fälligen Rechnungen bezahlen? | Beschreibt den verfügbaren Zahlungsmittelbestand zu einem bestimmten Zeitpunkt. |
Ein Unternehmen kann einen Gewinn ausweisen, obwohl die dazugehörigen Kundenrechnungen noch nicht bezahlt wurden. Steigen die Forderungen stark, erhöht dies zwar unter Umständen den Umsatz und Gewinn, bringt aber noch kein Geld auf das Bankkonto.
Auch Abschreibungen verdeutlichen den Unterschied. Sie reduzieren das Ergebnis, führen in der jeweiligen Periode aber zu keiner Auszahlung. Bei der indirekten Cashflow-Berechnung werden sie deshalb wieder hinzugerechnet.
Wie sich das operative Ergebnis ohne Zinsen und Steuern zusammensetzt, erklärt der Ratgeber EBIT einfach erklärt.
Cashflow berechnen: direkte und indirekte Methode
Nach IAS 7 darf der operative Cashflow grundsätzlich mit der direkten oder der indirekten Methode dargestellt werden. Beide Verfahren sollen zum gleichen operativen Zahlungsstrom führen, verwenden dafür aber unterschiedliche Ausgangsdaten.
Direkte Cashflow-Berechnung
Bei der direkten Methode werden die wesentlichen betrieblichen Einzahlungen und Auszahlungen einzeln gegenübergestellt.
Einzahlungen von Kunden
+ sonstige betriebliche Einzahlungen
− Zahlungen an Lieferanten
− Zahlungen an Mitarbeiter
− sonstige betriebliche Auszahlungen
− gezahlte Ertragsteuern
= operativer Cashflow
Diese Methode zeigt besonders anschaulich, woher das Geld stammt und wofür es verwendet wurde. Sie benötigt allerdings detaillierte Zahlungsdaten aus Buchhaltung, Bankkonten und Nebenbüchern.
Beispiel:
| Zahlungsposition | Betrag |
|---|---|
| Einzahlungen von Kunden | 1.100.000 Euro |
| Sonstige betriebliche Einzahlungen | 20.000 Euro |
| Zahlungen an Lieferanten | −620.000 Euro |
| Personalauszahlungen | −280.000 Euro |
| Sonstige betriebliche Auszahlungen | −90.000 Euro |
| Gezahlte Ertragsteuern | −25.000 Euro |
| Operativer Cashflow | 105.000 Euro |
Indirekte Cashflow-Berechnung
Bei der indirekten Methode wird von einer Ergebnisgröße ausgegangen. Anschließend werden nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge sowie Veränderungen des kurzfristigen Betriebsvermögens korrigiert.
Eine vereinfachte Struktur lautet:
Operatives Ergebnis
+ nicht zahlungswirksame Aufwendungen
− nicht zahlungswirksame Erträge
− Erhöhung von Forderungen und Vorräten
+ Erhöhung kurzfristiger betrieblicher Verbindlichkeiten
− betriebliche Steuerzahlungen
= operativer Cashflow
Eine häufig verwendete vereinfachte Praktikerformel lautet:
Jahresüberschuss
+ Abschreibungen
+ Zuführungen zu Rückstellungen
− Auflösungen von Rückstellungen
= vereinfachter Cashflow
Diese Kurzformel liefert eine erste Orientierung, ersetzt aber keine vollständige Kapitalflussrechnung. Insbesondere Veränderungen bei Forderungen, Vorräten und Lieferantenverbindlichkeiten bleiben dabei unberücksichtigt.
Genau diese Positionen werden als Working Capital zusammengefasst. Stark steigende Vorräte oder Kundenforderungen können einen erheblichen Teil des erwirtschafteten Geldes binden.
Vollständiges Rechenbeispiel
Ein Unternehmen weist ein operatives Ergebnis von 150.000 Euro aus. Darin sind Abschreibungen von 50.000 Euro enthalten. Gleichzeitig steigen Forderungen und Vorräte, während auch die Lieferantenverbindlichkeiten zunehmen.
| Position | Auswirkung |
|---|---|
| Operatives Ergebnis | 150.000 Euro |
| Abschreibungen | +50.000 Euro |
| Zunahme der Rückstellungen | +10.000 Euro |
| Zunahme der Forderungen | −70.000 Euro |
| Zunahme der Vorräte | −30.000 Euro |
| Zunahme der Lieferantenverbindlichkeiten | +20.000 Euro |
| Gezahlte Ertragsteuern | −25.000 Euro |
| Operativer Cashflow | 105.000 Euro |
Das Unternehmen investiert außerdem 80.000 Euro in Maschinen. Es nimmt einen neuen Kredit über 40.000 Euro auf, tilgt bestehende Kredite in Höhe von 15.000 Euro und schüttet 10.000 Euro aus.
| Cashflow-Bereich | Berechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Operativer Cashflow | laut Berechnung | +105.000 Euro |
| Investitions-Cashflow | Maschinenkauf | −80.000 Euro |
| Finanzierungs-Cashflow | 40.000 − 15.000 − 10.000 Euro | +15.000 Euro |
| Veränderung der Zahlungsmittel | 105.000 − 80.000 + 15.000 Euro | +40.000 Euro |
Der Zahlungsmittelbestand ist damit innerhalb der betrachteten Periode um 40.000 Euro gestiegen.
Free Cashflow und Cashflow richtig interpretieren
Free Cashflow berechnen
Der Free Cashflow zeigt vereinfacht, welcher Zahlungsmittelüberschuss nach den betrieblichen Investitionen verbleibt. Dieses Geld kann beispielsweise für Kredittilgungen, Ausschüttungen, Übernahmen, Rücklagen oder weiteres Wachstum verwendet werden.
Free Cashflow = operativer Cashflow − Investitionsauszahlungen
Im Rechenbeispiel beträgt der Free Cashflow:
105.000 Euro − 80.000 Euro = 25.000 Euro
Der Begriff Free Cashflow ist keine einheitlich definierte IAS-7-Zwischensumme. Unternehmen und Analysten können unterschiedliche Investitionspositionen einbeziehen. Bei jeder Analyse sollte deshalb geprüft werden, welche Formel tatsächlich verwendet wurde.
Bei Unternehmensbewertungen und im Private-Equity-Bereich ist der nachhaltig erzielbare Free Cashflow besonders wichtig. Er zeigt, wie viel Geld ein Geschäftsmodell nach den notwendigen Investitionen tatsächlich erwirtschaften kann.
Cashflow-Marge und Schuldentilgungsdauer
Für Vergleiche kann der operative Cashflow ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt werden:
Cashflow-Marge = operativer Cashflow ÷ Umsatz × 100
Bei einem operativen Cashflow von 105.000 Euro und einem Umsatz von 1.250.000 Euro ergibt sich:
105.000 ÷ 1.250.000 × 100 = 8,4 Prozent
Eine allgemein gültige gute Cashflow-Marge gibt es nicht. Kapitalintensive Industrieunternehmen, Handelsbetriebe, Softwareanbieter und Beratungsunternehmen besitzen unterschiedliche Geschäftsmodelle, Zahlungsziele und Investitionsanforderungen. Aussagekräftig sind vor allem Vergleiche mit:
- den eigenen Vorjahren,
- der Unternehmensplanung,
- vergleichbaren Unternehmen derselben Branche,
- dem bilanzierten Gewinn,
- den anstehenden Investitionen und Kredittilgungen.
Eine weitere Kennzahl ist die rechnerische Schuldentilgungsdauer:
Schuldentilgungsdauer = verzinsliches Fremdkapital abzüglich liquider Mittel ÷ nachhaltiger Cashflow
Sie zeigt vereinfacht, wie viele Jahre das Unternehmen benötigen würde, um seine Nettoschulden mit dem erwirtschafteten Cashflow zurückzuzahlen. Das Ergebnis ist nur sinnvoll, wenn ein normalisierter und dauerhaft erzielbarer Cashflow verwendet wird.
Was positiver und negativer Cashflow bedeuten
| Situation | Mögliche Interpretation |
|---|---|
| Operativer Cashflow positiv, Investitions-Cashflow negativ | Häufig ein normales oder gesundes Bild: Das laufende Geschäft finanziert Investitionen. |
| Gewinn positiv, operativer Cashflow negativ | Möglicherweise hohe Forderungen, steigende Vorräte oder noch nicht zahlungswirksame Umsätze. |
| Operativer Cashflow positiv, Free Cashflow negativ | Kann durch hohe Wachstums- oder Ersatzinvestitionen entstehen. |
| Operativer Cashflow negativ, Finanzierungs-Cashflow positiv | Das Unternehmen gleicht Mittelabflüsse durch Kredite oder neues Eigenkapital aus. |
| Operativer Cashflow und Free Cashflow dauerhaft positiv | Spricht grundsätzlich für finanzielle Flexibilität, kann aber auch auf zu geringe Investitionen hindeuten. |
| Cashflow steigt nur durch längere Lieferantenzahlungsziele | Kurzfristige Verbesserung, die nicht mit höherer operativer Ertragskraft verwechselt werden sollte. |
Ein einzelnes Jahr reicht für eine belastbare Beurteilung selten aus. Sinnvoll ist eine Analyse über mindestens drei bis fünf Perioden. Dabei sollten Sondereffekte, Unternehmensverkäufe, einmalige Steuern, Krisenjahre und ungewöhnliche Veränderungen des Working Capital bereinigt werden.
Cashflow im Unternehmen verbessern
Ein besserer Cashflow entsteht nicht nur durch höhere Umsätze. Entscheidend ist, wie schnell aus einem Umsatz tatsächlich verfügbares Geld wird.
- Rechnungen unmittelbar nach Leistungserbringung stellen.
- Zahlungsziele und Mahnprozesse klar definieren.
- Bonität und Kreditlimits wichtiger Kunden kontrollieren.
- Unnötige Vorräte und Ladenhüter reduzieren.
- Investitionen nach Priorität und Zahlungswirkung planen.
- Abschlags- oder Vorauszahlungen vereinbaren.
- Wiederkehrende Kosten und ungenutzte Verträge überprüfen.
- Eine rollierende Liquiditätsplanung für die nächsten Wochen und Monate führen.
- Kreditlaufzeiten an die Nutzungsdauer der finanzierten Vermögenswerte anpassen.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch der Verkauf offener Forderungen Liquidität freisetzen. Der Ratgeber Factoring für Unternehmen erklärt Funktionsweise, Kosten und mögliche Nachteile.
Eine Verbesserung des Cashflows darf jedoch nicht zulasten der langfristigen Stabilität gehen. Werden notwendige Investitionen dauerhaft verschoben oder Lieferanten systematisch zu spät bezahlt, verbessert dies die Kennzahl nur vorübergehend. Für die finanzielle Widerstandsfähigkeit bleiben außerdem ein angemessenes Eigenkapital und tragfähige Finanzierungsstrukturen wichtig.
Österreichische Rechnungslegung und IFRS 18
Für IFRS-Abschlüsse regelt IAS 7 die Darstellung der Kapitalflussrechnung. Die Zahlungsströme werden in operative Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit gegliedert.
In Österreich ist die Geldflussrechnung nach § 250 Abs. 1 UGB ein verpflichtender Bestandteil des Konzernabschlusses. Für Einzelabschlüsse enthält das UGB keine ebenso detaillierten allgemeinen Regelungen. Das Austrian Financial Reporting and Auditing Committee stellt mit AFRAC 36 eine fachliche Grundlage für die Geldflussrechnung nach UGB bereit.
IFRS 18 ist für Geschäftsjahre verpflichtend, die am oder nach dem 1. Jänner 2027 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Änderungen betreffen auch IAS 7. Bei der indirekten Methode wird künftig grundsätzlich das operative Ergebnis als Ausgangspunkt verwendet. Zudem werden bestimmte Zahlungsströme aus Zinsen und Dividenden einheitlicher klassifiziert.
Praxischeck, häufige Fragen und Quellen
Cashflow-Check für Unternehmer
- Ist der operative Cashflow dauerhaft positiv?
- Entwickelt er sich ähnlich wie Umsatz und Ergebnis?
- Wie stark binden Forderungen und Vorräte Zahlungsmittel?
- Werden laufende Investitionen aus dem operativen Geschäft finanziert?
- Reicht der Free Cashflow für Tilgungen und Ausschüttungen?
- Stammt die Verbesserung aus dem Kerngeschäft oder aus neuen Krediten?
- Gibt es auffällige einmalige Zahlungsströme?
- Welche Investitionen und Steuerzahlungen stehen in den nächsten Monaten an?
- Wie verändert sich der Cashflow bei Umsatzrückgängen oder Zahlungsverzögerungen?
- Ist eine kurzfristige und rollierende Liquiditätsplanung vorhanden?
Häufige Fragen zum Cashflow
Was ist Cashflow einfach erklärt?
Der Cashflow zeigt, wie viel Geld einem Unternehmen während eines bestimmten Zeitraums tatsächlich zu- und abgeflossen ist. Ein positiver operativer Cashflow bedeutet, dass das laufende Geschäft mehr Geld einbringt, als es verbraucht.
Wie wird der Cashflow berechnet?
Bei der direkten Methode werden betriebliche Einzahlungen und Auszahlungen gegenübergestellt. Bei der indirekten Methode wird eine Ergebnisgröße um nicht zahlungswirksame Positionen sowie Veränderungen bei Forderungen, Vorräten und Verbindlichkeiten korrigiert.
Kann ein Unternehmen Gewinn machen und trotzdem einen negativen Cashflow haben?
Ja. Das kann beispielsweise passieren, wenn Umsätze bereits als Ertrag verbucht wurden, die Kunden aber noch nicht bezahlt haben. Auch stark steigende Vorräte oder hohe Steuer- und Investitionszahlungen können Geld binden.
Was ist der Unterschied zwischen operativem Cashflow und Free Cashflow?
Der operative Cashflow stammt aus dem laufenden Geschäft. Der Free Cashflow ergibt sich vereinfacht, wenn davon die betrieblichen Investitionsauszahlungen abgezogen werden.
Was ist ein guter Cashflow?
Eine universelle Grenze gibt es nicht. Grundsätzlich sollte der operative Cashflow langfristig positiv sein und notwendige Investitionen, Tilgungen und einen finanziellen Sicherheitspuffer ermöglichen. Entscheidend sind Branche, Geschäftsmodell und Entwicklung über mehrere Jahre.
Ist Cashflow dasselbe wie der Kontostand?
Nein. Der Kontostand zeigt die verfügbaren Zahlungsmittel zu einem bestimmten Zeitpunkt. Der Cashflow misst dagegen die Veränderung der Zahlungsmittel innerhalb einer Periode.
Warum werden Abschreibungen beim indirekten Cashflow hinzugerechnet?
Abschreibungen verringern den bilanziellen Gewinn, verursachen in der aktuellen Periode aber keine Auszahlung. Deshalb werden sie bei der Überleitung vom Ergebnis zum Cashflow wieder hinzugerechnet.
Quellen
- IFRS Foundation: IAS 7 – Statement of Cash Flows
- IFRS Foundation: IFRS 18 – Presentation and Disclosure in Financial Statements
- AFRAC: Stellungnahme 36 – Geldflussrechnung nach UGB
- Wirtschaftskammer Österreich: Betriebswirtschaftliche Kennzahlen und Cashflow
- Wirtschaftskammer Österreich und aws: Finanzierungsumfrage 2025
Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und besitzen keinen individuellen Beratungscharakter. Berechnung, Darstellung und Interpretation des Cashflows können sich je nach Rechnungslegungsstandard, Branche und verwendetem Kennzahlensystem unterscheiden. Dieser Beitrag ersetzt keine Beratung durch Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung oder andere qualifizierte Fachleute. Eine Haftung für Entscheidungen auf Basis dieser Informationen wird ausgeschlossen. Texte können mithilfe von KI-Systemen erstellt oder unterstützt worden sein.
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