Seit dem Auslaufen der KIM-V hoffen viele Immobilienkäufer in Österreich auf leichtere Wohnkredite. Ganz so einfach ist es nicht. Die verbindliche Verordnung gilt zwar seit 30. Juni 2025 nicht mehr, die zentralen Leitplanken bleiben aber in der Aufsichtspraxis wichtig: maximal 90 Prozent Beleihungsquote, höchstens 40 Prozent Kreditbelastung des Jahresnettoeinkommens und maximal 35 Jahre Laufzeit.
Banken können davon abweichen, müssen aber zeigen können, dass die Finanzierung trotzdem solide ist. Für Käufer bedeutet das: Mehr Spielraum heißt nicht automatisch mehr Kredit.
Wer 2026 eine Wohnung, ein Haus oder ein Grundstück finanzieren möchte, sollte nicht nur auf den Zinssatz schauen. Entscheidend sind Eigenmittel, Kaufnebenkosten, Haushaltsbudget, Betriebskosten, Kreditrate, Laufzeit, Sicherheiten und die Frage, ob auch ein schlechteres Szenario noch tragbar wäre. Der bestehende Beitrag zur Kreditzinsen-Prognose für Österreich zeigt, warum Zinsen allein nicht über die Leistbarkeit entscheiden.
Wohnkredit nach KIM-V-Ende: Was 2026 weiter zählt
| Prüfpunkt | Warum er für die Bank wichtig bleibt |
|---|---|
| Beleihungsquote | Die Finanzierung sollte grundsätzlich nicht mehr als 90 Prozent des Immobilienwerts ausmachen. Je mehr Eigenmittel vorhanden sind, desto robuster wird die Finanzierung. |
| Schuldendienstquote | Die jährliche Kreditbelastung sollte grundsätzlich maximal 40 Prozent des Jahresnettoeinkommens betragen. Dabei wird das gesamte Einkommen samt 13. und 14. Monatsgehalt berücksichtigt. |
| Laufzeit | Die Kreditlaufzeit sollte grundsätzlich nicht länger als 35 Jahre sein. Sehr lange Laufzeiten senken die Monatsrate, erhöhen aber das Risiko und oft die Gesamtkosten. |
| Kaufnebenkosten | Grunderwerbsteuer, Grundbuch, Vertragserrichtung, Pfandrecht, Finanzierungskosten und mögliche Maklerkosten müssen zusätzlich zum Kaufpreis geplant werden. |
| Haushaltsrechnung | Die Bank prüft nicht nur Einkommen, sondern auch Fixkosten, Kinder, bestehende Kredite, Versicherungen, Autos und laufende Verpflichtungen. |
| Zinsrisiko | Bei variablen Krediten kann die Rate steigen. Bei Fixzins zählt, was nach Ende der Fixzinsperiode passiert. |
| Reserve | Ohne Notreserve wird jede Reparatur, Betriebskostennachzahlung oder Einkommenslücke zum Kreditrisiko. |
Warum Banken trotz mehr Spielraum vorsichtig bleiben
Die KIM-V war eine verbindliche Verordnung. Nach ihrem Auslaufen haben Banken wieder mehr Flexibilität. Das heißt aber nicht, dass jede Finanzierung möglich wird. Die FMA betrachtet die bisherigen Kriterien weiterhin als Richtwerte für solide Wohnkreditvergabe. Banken dürfen eigene Standards anwenden und abweichen, müssen aber nachweisen können, dass das zusätzliche Risiko zur Risikostrategie passt.
Aus Sicht der Aufsicht geht es nicht nur um einzelne Käufer. Zu lockere Kreditvergabe kann den gesamten Immobilienmarkt anfälliger machen: Käufer nehmen höhere Kredite auf, Preise steigen weiter, Haushalte verschulden sich stärker, und bei Einkommens- oder Zinsstress werden Ausfälle wahrscheinlicher. Die OeNB beschreibt genau diese Gefahr einer Kredit-Preis-Aufwärtsspirale, wenn Kreditstandards schlechter werden und Einkommen nicht mit Immobilienpreisen mithalten.
Für Kreditnehmer ist das nüchtern betrachtet sogar hilfreich. Eine Bank, die eine Finanzierung ablehnt oder reduziert, verhindert nicht nur einen Kauf. Sie kann auch verhindern, dass ein Haushalt sich zu knapp verschuldet. Wer die Kriterien nicht schafft, sollte daher nicht nur nach einer Bank suchen, die „ja“ sagt, sondern prüfen, ob Kaufpreis, Eigenmittel und Rate realistisch zusammenpassen.
Eigenmittel: Warum 10 Prozent meist nicht die ganze Wahrheit sind
Die Beleihungsquote von 90 Prozent wird oft so verstanden: Zehn Prozent Eigenmittel reichen. In der Praxis greift das zu kurz. Käufer müssen nicht nur einen Teil des Kaufpreises abdecken, sondern auch Nebenkosten, Umzug, Einrichtung, kleinere Sanierungen, Rücklagen und laufende Kosten. Wer genau zehn Prozent Eigenmittel hat, aber alle Nebenkosten mitfinanzieren will, landet rasch über einer soliden Gesamtbelastung.
Bei einem Immobilienkauf in Österreich fallen zusätzlich zum Kaufpreis mehrere Kostenblöcke an. Laut oesterreich.gv.at sind unter anderem Rechtsanwalts- oder Notariatskosten zu berücksichtigen; für die Eintragung des Eigentumsrechts im Grundbuch fällt grundsätzlich eine Gebühr von 1,1 Prozent des Kaufpreises an, bei Hypothek zusätzlich eine Pfandrechtseintragungsgebühr von 1,2 Prozent vom Pfandrechtswert. Je nach Fall kommen Grunderwerbsteuer, Makler, Finanzierungskosten und weitere Gebühren dazu.
Wer den Kaufpreis gerade so stemmen kann, aber keine Reserve mehr hat, sollte die Finanzierung nicht als solide betrachten. Eine Immobilie verursacht nach dem Kauf weitere Kosten: Betriebskosten, Reparaturen, Rücklage, Versicherung, Heizung, Grundsteuer, Instandhaltung und manchmal sofort notwendige Investitionen.
Die 40-Prozent-Regel: Warum Netto nicht gleich frei verfügbares Geld ist
Die Schuldendienstquote ist einer der wichtigsten Punkte. Sie fragt: Wie viel des Jahreseinkommens wird für Kreditraten verwendet? Die FMA nennt als Richtwert maximal 40 Prozent des Jahresnettoeinkommens. Dieser Wert ist keine Einladung, exakt bis zur Grenze zu gehen. Er ist eine Obergrenze für solide Kreditvergabe.
In der Praxis sollten viele Haushalte deutlich darunter bleiben. Wer Kinder, zwei Autos, hohe Energiekosten, Unterhaltszahlungen, unsichere Beschäftigung, variable Einkünfte oder geplante Sanierungen hat, braucht mehr Puffer. Ein Paar ohne Kinder und mit stabilen Einkommen kann dieselbe Quote anders tragen als ein Alleinverdienerhaushalt mit hoher Pendelstrecke.
Der Beitrag Wie viel Kredit kann ich mir leisten? zeigt, warum die echte Leistbarkeit erst nach Fixkosten, Rücklagen und Stressszenarien sichtbar wird.
Laufzeit: 35 Jahre senken die Rate, aber nicht das Risiko
Eine längere Laufzeit macht die monatliche Rate niedriger. Das klingt attraktiv, hat aber einen Preis: Der Kredit läuft länger, Zinsänderungen wirken über mehr Jahre, und die Gesamtkosten können steigen. Außerdem verschiebt eine sehr lange Laufzeit die Schuldenfreiheit weit nach hinten. Genau deshalb wird die maximale Laufzeit von 35 Jahren weiterhin als wichtiges Kriterium gesehen.
Besonders heikel wird es, wenn Kreditnehmer nur durch maximale Laufzeit überhaupt in die Leistbarkeit kommen. Dann ist der Kaufpreis möglicherweise zu hoch, die Eigenmittelbasis zu schwach oder die Rate zu knapp kalkuliert. Eine lange Laufzeit kann sinnvoll sein, sie sollte aber nicht die einzige Rettung der Finanzierung sein.
Fixzins oder variabel: Nach der EZB-Zinserhöhung noch wichtiger
Nach der EZB-Zinserhöhung vom Juni 2026 ist die Zinsfrage wieder präsenter. Fixzins bietet Planungssicherheit, variable Verzinsung kann zunächst flexibler oder günstiger wirken, bringt aber Anpassungsrisiko. Für Wohnkredite zählt nicht nur die Startbelastung, sondern die Frage, wie der Haushalt reagiert, wenn Zinsen, Energie, Versicherungen oder Betriebskosten steigen.
Bei variablen Krediten ist der Referenzzins entscheidend, häufig der Euribor plus Bankmarge. Bei Fixzinskrediten ist wichtig, was nach Ablauf der Fixzinsperiode passiert. Ein günstiger Fixzins für wenige Jahre kann später in eine schwierigere Anschlussfinanzierung münden. Wer 2026 abschließt, sollte daher mindestens drei Szenarien rechnen: stabile Zinsen, höhere Zinsen und Einkommens- oder Kostenstress.
Was Banken nach dem KIM-V-Ende konkret sehen wollen
Ein Wohnkredit ist keine reine Formularfrage. Banken wollen verstehen, ob Kauf, Einkommen und Haushalt langfristig zusammenpassen. Typische Unterlagen sind:
- Einkommensnachweise: Lohnzettel, Gehaltsnachweise, Steuerbescheide oder Unterlagen zur Selbstständigkeit.
- Eigenmittelnachweise: Kontoauszüge, Sparguthaben, Wertpapiere oder bereits bezahlte Beträge.
- Objektunterlagen: Kaufvertrag oder Entwurf, Grundbuch, Energieausweis, Nutzwertgutachten, Pläne und Bewertung.
- Haushaltsrechnung: Miete, Betriebskosten, Versicherungen, Kinder, Autos, Lebensmittel, bestehende Kredite und Rücklagen.
- Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer, Grundbuch, Pfandrecht, Vertragserrichtung, Makler und Finanzierungskosten.
- Sanierungsbedarf: notwendige Arbeiten, Angebote, Rücklagen und Zeitplan.
- Stressszenario: Rate bei höherem Zinssatz, höherer Betriebskostenbelastung oder vorübergehend geringerem Einkommen.
Ja/Nein-Check: Ist der Wohnkredit 2026 realistisch?
| Prüffrage | Einordnung |
|---|---|
| Liegt die Finanzierung unter 90 Prozent des Immobilienwerts? | Ja: solide Ausgangslage. Nein: nur mit sehr guter Begründung, zusätzlichen Sicherheiten oder besonderer Bonität realistisch. |
| Bleibt die Kreditrate deutlich unter 40 Prozent des Jahresnettoeinkommens? | Ja: mehr Puffer. Nein: Haushaltsrechnung, Kaufpreis oder Eigenmittel kritisch prüfen. |
| Sind Kaufnebenkosten aus Eigenmitteln gedeckt? | Ja: Finanzierung wird robuster. Nein: Gesamtbelastung kann zu hoch werden. |
| Gibt es nach Kauf noch eine Reserve? | Ja: besserer Schutz vor Reparaturen und Nachzahlungen. Nein: hohes Haushaltsrisiko. |
| Ist die Rate auch bei höherem Zinssatz tragbar? | Ja: Zinsrisiko besser abgesichert. Nein: Fixzins, kleinere Kreditsumme oder mehr Eigenmittel prüfen. |
| Passt die Immobilie langfristig zur Lebensplanung? | Ja: Kauf kann sinnvoll sein. Nein: Miete, kleinere Immobilie oder späterer Kauf prüfen. |
Warum Kaufnebenkosten oft übersehen werden
Viele Käufer vergleichen nur Kaufpreis und Kreditrate. Die Nebenkosten kommen erst später auf den Tisch. Das ist gefährlich, weil sie je nach Fall mehrere Prozent des Kaufpreises ausmachen können. Wer diese Kosten mitfinanzieren muss, erhöht die Beleihung und verschlechtert die Eigenmittelquote.
Wichtig ist auch: Eine Immobilie ist nach dem Kauf nicht kostenfrei. Selbst wenn die Kreditrate tragbar wirkt, können Betriebskosten, Rücklagen, Heizung, Versicherungen und Instandhaltung die laufende Belastung deutlich erhöhen. Wer von Miete auf Eigentum wechselt, sollte daher nicht Miete und Kreditrate eins zu eins vergleichen.
Wohnkredit oder weiter mieten?
Das KIM-V-Ende ändert nichts an der Grundsatzfrage: Kaufen ist nicht immer besser als Mieten. Eigentum kann langfristig Vermögen aufbauen, Sicherheit geben und vor Mietsteigerungen schützen. Miete bietet dagegen Flexibilität, geringere Einstiegskosten und weniger Instandhaltungsrisiko. In einem Umfeld mit höheren Zinsen und hohen Kaufnebenkosten muss diese Entscheidung nüchtern gerechnet werden.
Der Beitrag Eigentum oder Miete 2026 hilft, die Entscheidung nicht nur über Bauchgefühl oder Kaufpreis zu treffen, sondern über Lebensplanung, Liquidität, Risiko und langfristige Kosten.
Wann ein Wohnkredit trotz KIM-V-Ende scheitern kann
| Grund | Warum die Bank ablehnen kann |
|---|---|
| Zu wenig Eigenmittel | Kaufpreis, Nebenkosten und Reserve sind nicht ausreichend gedeckt. |
| Zu hohe Rate | Die monatliche Belastung ist im Verhältnis zum Einkommen zu hoch. |
| Zu lange Laufzeit | Die Finanzierung wird nur durch sehr lange Streckung leistbar. |
| Unsicheres Einkommen | Befristete Jobs, schwankende Selbstständigkeit oder Probezeit erschweren die Zusage. |
| Hohe bestehende Schulden | Konsumkredit, Leasing, Kontoüberziehung oder Kreditkartenraten belasten die Haushaltsrechnung. |
| Objektrisiko | Sanierungsbedarf, schwache Lage, unklare Unterlagen oder schwierige Verwertbarkeit mindern die Sicherheit. |
Timeline: So sollte ein Wohnkredit 2026 vorbereitet werden
| Phase | Was zu tun ist |
|---|---|
| Vor der Immobiliensuche | Budgetrahmen, Eigenmittel, bestehende Kredite und maximale monatliche Rate klären. |
| Vor dem Kaufanbot | Finanzierung grob vorprüfen, Nebenkosten kalkulieren und Objektunterlagen sammeln. |
| Vor Bankantrag | Einkommensnachweise, Eigenmittelnachweise, Grundbuch, Energieausweis, Kaufvertragsentwurf und Haushaltsrechnung vorbereiten. |
| Während der Bankprüfung | Fixzins, variabel, Effektivzins, Laufzeit, Sondertilgung, Nebenkosten und Sicherheiten vergleichen. |
| Vor Unterschrift | Stressszenario rechnen, Reserve sichern, Vertragskosten prüfen und keine Finanzierung nur wegen Zeitdruck unterschreiben. |
| Nach Kauf | Notreserve wieder aufbauen, Betriebskosten prüfen und Kreditvertrag regelmäßig kontrollieren. |
Häufige Fehler beim Wohnkredit 2026
- KIM-V-Ende als Freibrief verstehen: Banken bleiben zur soliden Kreditvergabe verpflichtet.
- Nebenkosten unterschätzen: Kaufpreis ist nicht Gesamtpreis.
- Eigenmittel vollständig aufbrauchen: Ohne Reserve wird jede Reparatur zum Risiko.
- Maximale Rate ausreizen: 40 Prozent Schuldendienstquote sind keine Komfortzone.
- Fixzins nur nach Startzins bewerten: Anschlussfinanzierung und Laufzeit mitdenken.
- Variable Zinsen unterschätzen: Anpassungstermine und Euribor im Vertrag prüfen.
- Sanierungsbedarf ignorieren: Eine günstige Immobilie kann nach dem Kauf teuer werden.
- Bankzusage zu spät einholen: Kaufanbot ohne Finanzierungsvorprüfung kann riskant sein.
FAQ zum Wohnkredit 2026 nach KIM-V-Ende
Ist ein Wohnkredit 2026 nach dem Ende der KIM-V leichter zu bekommen?
Banken haben mehr Spielraum als während der verbindlichen KIM-V. Leicht ist ein Wohnkredit deshalb nicht automatisch. Eigenmittel, Rate, Laufzeit, Haushaltsrechnung und Sicherheiten bleiben entscheidend.
Gilt die 90-Prozent-Beleihungsquote noch?
Sie gilt nicht mehr als starre Verordnung, wird von der FMA aber weiterhin als Richtwert für solide Wohnkreditvergabe gesehen. Banken können abweichen, müssen das Risiko aber begründen und tragen.
Was bedeutet die 40-Prozent-Schuldendienstquote?
Sie bedeutet, dass die jährliche Kreditbelastung grundsätzlich nicht mehr als 40 Prozent des Jahresnettoeinkommens ausmachen sollte. Für viele Haushalte ist ein niedrigerer Wert sinnvoller, weil Fixkosten und Reserven bleiben müssen.
Wie viel Eigenkapital braucht man 2026 für einen Wohnkredit?
Eine pauschale Zahl passt nicht für jeden Fall. Eigenmittel sollten jedenfalls Kaufnebenkosten, einen Teil des Kaufpreises und eine Reserve abdecken. Je weniger Eigenmittel vorhanden sind, desto strenger wird die Prüfung.
Kann eine Bank trotz guter Bonität ablehnen?
Ja. Wenn Objektwert, Eigenmittel, Laufzeit, Rate oder Haushaltsrechnung nicht passen, kann eine Bank ablehnen oder weniger Kredit anbieten. Gute Bonität ersetzt keine tragfähige Gesamtfinanzierung.
Sind 35 Jahre Laufzeit erlaubt?
35 Jahre gelten weiterhin als Richtwert für die maximale Laufzeit solider Wohnkredite. Eine sehr lange Laufzeit senkt zwar die Rate, kann aber Gesamtkosten und Risiko erhöhen.
Was prüft die Bank bei einem Wohnkredit?
Typisch sind Einkommen, bestehende Kredite, Eigenmittel, Haushaltsausgaben, Objektunterlagen, Sicherheiten, Kaufnebenkosten, Kreditrate, Laufzeit und Zinsrisiko. Bei Selbstständigen werden oft mehrere Jahre Steuerunterlagen verlangt.
Ist Fixzins oder variabel 2026 besser?
Das hängt von Risikotragfähigkeit, Einkommen, Laufzeit und Angebot ab. Fixzins bringt Planungssicherheit. Variabel kann flexibler sein, erhöht aber das Zinsänderungsrisiko.
Was passiert, wenn die Kreditrate später nicht mehr leistbar ist?
Dann sollten Kreditnehmer früh mit der Bank sprechen. Mögliche Lösungen können Stundung, Ratenanpassung, Laufzeitänderung oder Umschuldung sein. Je früher reagiert wird, desto größer ist der Handlungsspielraum.
Sollte man vor dem Kauf eine Finanzierungszusage einholen?
Ja. Vor einem verbindlichen Kaufanbot sollte zumindest eine belastbare Vorprüfung vorliegen. Sonst besteht das Risiko, dass der Kaufwunsch an der Finanzierung scheitert.
Quellen und weiterführende Informationen
- FMA: Wohnimmobilienkredite und Kriterien nach der KIM-V – aktuelle FMA-Informationen zu Beleihungsquote, Schuldendienstquote, Laufzeit, Ausnahmen und Auslaufen der KIM-V.
- FMA: Solide Wohnkreditvergabe nach Auslaufen der KIM-V – Presseinformation zu Rundschreiben, Abweichungen, Risikostrategie und FMA-Erwartung an Banken.
- OeNB: Warum gute Vergabestandards bei Wohnimmobilienkrediten wichtig sind – Einordnung zu Finanzmarktstabilität, Kredit-Preis-Spirale und Risiken gelockerter Standards.
- oesterreich.gv.at: Nebenkosten beim Wohnungs- und Grundstückskauf – offizielle Hinweise zu Notar, Grundbuch, Pfandrecht und weiteren Kosten beim Immobilienkauf.
- RIS: Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz – gesetzliche Grundlage für Hypothekar- und Immobilienkredite, Verbraucherinformation und Kreditwürdigkeitsprüfung.
Hinweis: Kreditkonditionen, Bankstandards, Immobilienpreise, Zinsen, Nebenkosten, Förderungen und persönliche Haushaltsdaten können sich ändern.
Der Text ersetzt keine individuelle Kredit-, Rechts-, Steuer- oder Immobilienberatung. Wer 2026 einen Wohnkredit beantragt, sollte Eigenmittel, Kaufnebenkosten, Kreditrate, Laufzeit, Zinsrisiko, Haushaltsreserve und Vertragsdetails fachkundig prüfen lassen. Korrekturen, Ergänzungen oder neue belegbare Informationen können gerne übermittelt werden.
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